Verena Bösch

Verabschiedung Markus Berweger

Markus Berweger<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-uetikon.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>103</div><div class='bid' style='display:none;'>1073</div><div class='usr' style='display:none;'>32</div>

Am Sonntag, 22. September 2019, müssen wir uns offiziell von Markus Berweger verabschieden.
Du startest in einen neuen Lebensabschnitt – Deine wohlverdiente Pension.
Für unsere Kirchgemeinde geht damit eine Ära zu Ende – 17 Jahre hast Du Dich hier in Uetikon eingesetzt für Gott und die Mitmenschen.

Als Du bei uns angefangen hast, waren neben der Pfarrerin nur die Sigristin und die Organistin als Mitarbeitende tätig. Heute besteht unser Team aus insgesamt 12 Mitarbeitenden! So hat sich auch Deine Arbeit stets geändert. Du hast KirchenpflegerInnen und Pfarrpersonen kommen und gehen sehen. Eine ganze Generation Uetiker Kinder hast Du unterrichtet. Unsere Seniorenarbeit hast Du aufgebaut, weiterentwickelt und zum Blühen gebracht.

Du hast Dich zu unserem Fels in der Brandung entwickelt – zur Person, die wusste wie alles läuft, die ein grosses Beziehungsnetz aufgebaut hat und allen mit Wohlwollen und der nötigen Gelassenheit begegnete. Dabei hast Du Dich immer von Deinem Glauben und Gottvertrauen leiten lassen und warst für uns alle ein Vorbild. Wir danken Dir von Herzen für alles, was Du für unsere Kirchgemeinde und ihre Mitglieder getan hast – vergelt’s Dir Gott!
Christa Gamper


173⁄4 Jahre im Dienst der reformierten Kirche Uetikon
Im Jahr 2002 wurde Markus Berweger, damals 49-jährig, als Diakon nach Uetikon verpflichtet.
2017 hätte er, 65-jährig, in Pension gehen können. Die reformierte Kirchgemeinde Uetikon war aber dankbar, dass er sich bis zum September 2019 teilzeitlich weiter verpflichten liess, womit neben der wechselhaften Pfarrsituation doch ein Stabilitätsfaktor gesichert blieb.
Gut 17 Jahre Sozialdiakon – eine lange Zeit und ein Zeichen dafür, dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei diesem Arbeitsverhältnis sich wohl fühlten und verstanden!

Kennen wir denn unseren Markus Berweger überhaupt?
Als ich 2007/08 die damalige Pfarrwahlkommission (Wahl von Daniel Bühler) präsidierte, lernte ich Markus näher kennen als Mitglied der Wahlkommission, der mich hilfreich mit den nötigen Internas der Kirche vertraut machte. Seine Kooperationsbereitschaft und seine Sachkenntnis überzeugten mich, und ich fand sie auch später immer wieder bestätigt. Uetikon hatte 2002 mit Berweger einen Mann mit vielfältiger Lebenserfahrung verpflichtet.

Sein Berufsleben hatte in der Landwirtschaft seinen Anfang genommen. Als gelernter Landwirt hatte er nach dem frühen Tod seines Vaters in Sirnach den elterlichen Betrieb übernommen, bald noch erweitert durch eine zusätzliche Pacht. Sein jüngerer Bruder folgte ihm später als Landwirt, dann absolvierte Markus eine dreijährige Ausbildung an der «schweizerischen evangelischen Bibelschule Aarau», dem späteren «theologisch-diakonischen Seminar». Hier holte er sich das Rüstzeug für seine spätere kirchliche Tätigkeit, und in dieser Ausbildung lernte er auch seine Lebensgefährtin Katharina Beerli kennen. Den beiden wurden nach der Heirat 1979 fünf Kinder geschenkt. Katharina Berweger-Beerli ist auch heute noch als Sozialdiakonin in Bassersdorf-Nürensdorf tätig.

Vor der Verpflichtung nach Uetikon war Berweger 5 Jahre in Hombrechtikon und 9 1⁄2 Jahre in Männedorf als «Gemeindehelfer» tätig. Interessant ist, die Stellenbeschriebe 2002 und 2019 zu vergleichen. War 2002 das Schwergewicht noch deutlich bei der Jugendarbeit (Kirchlicher Unterricht, Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, usw.) gelegen, so verschob es sich mit den Jahren in Richtung allgemeiner Beziehungs- und Seniorenarbeit. Immer aber war Berweger neben den Pfarrpersonen auch ein verlässlicher Organisator, ein Faktor der Kontinuität und auch glaubhaft in seiner eigenen kirchlichen Überzeugung.

Was meint Markus zu Uetikon?
Man sei ihm immer korrekt und mit Wohlwollen begegnet, und er habe hier immer gerne gearbeitet, weil er sich und seine Arbeit als akzeptiert und geschätzt empfinden konnte. Welch schöne (und gerechtfertigte!) Bilanz am Schluss eines Berufslebens!

Und was hielten die Uetiker von ihrem Sozialdiakon?
Seine Professionalität, seine unermüdliche Einsatzfreude, seine überzeugende Gläubigkeit und menschliche Wärme wie auch seine Offenheit wurden immer geschätzt. Ein klares Zeichen setzt ja auch seine Verpflichtung über die Pensionsgrenze hinaus. Wir sind Markus Berweger dankbar für seine Arbeit für Uetikon!

Die Mitglieder der reformierten Kirchgemeinde Uetikon am See lassen Markus Berweger ungern gehen. Mit dem aufrichtigen Dank begleiten ihn auch die besten Wünsche für einen gesunden und erfüllten Lebensabend!
Hans Ulmer
Bereitgestellt: 12.09.2019     Besuche: 36 Monat 
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