Verena Bösch

Rückblick Konflager

Auf dem Michel (Foto: Patrice Dall'Oglio)

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben jeden Tag des Konflagers zusammengefasst und aufs Papier gebracht. Viel Spass beim Lesen und mit "in Erinnerung schwelgen".
Montag – Lea Ehrbar
Um 9:15 Uhr trafen wir uns alle am Bahnhof in Uetikon. Dann nahmen wir den Zug und fuhren zum Flughafen. Dort hatten wir ein paar Minuten für uns und konnten uns am Flughafen bewegen. Wir konnten frei shoppen gehen, ect. vor dem Flug nach Hamburg. Später ging die Reise dann richtig los. Wir stiegen ins Flugzeug ein und flogen nach Hamburg. Von dort aus nahmen wir die U-Bahn und fuhren zu unserem Hotel für die nächsten paar Tage. Dort angekommen haben wir unsere Sachen im Zimmer ausgepackt und konnten uns kurz ausruhen. Eine Weile später ging es zur S-Bahn, die uns zur Kirche in Sülldorf fuhr. Wir wurden von der Jugendarbeit «Basement» zum Grillieren eingeladen. Diese waren viel mehr Konfirmanden, als wir. Immerhin sind wir in Uetikon nur sieben. Sie haben uns sofort willkommen geheissen und Christian Carstens, der Pastor der Kirche in Sülldorf, hat uns alles dort etwas vorgestellt. Wir konnten uns dort bedienen und alle waren sehr sympathisch und freundlich zu uns. Wir haben uns mit den Konfirmanden angefreundet und mit ihnen Tischfussball gespielt und gewonnen. Nachdem wir alle gegessen haben, gingen wir in den Jugendraum. Es gab einen Projektor, auf dem wir zusammen Videospiele gespielt haben. Wir spielten Bowling, Fahrradfahren, Golfen und anderes. Wir waren recht lange dort. Es hat sehr viel Spass gemacht, all diese neuen Leute kennenzulernen. Später am Abend war es dann Zeit für uns zu gehen. Wir liefen zurück zum Bahnhof und nahmen die Bahn zurück zur Sternenschanze, wo unser Hotel lag. Und genau so, war unser Ankunftstag, der erste Tag des Lagers, bereits vorbei und wir freuten uns alle sehr auf die kommenden Tage, die wir hatten. Auch wenn es erst der erste Tag war, hatte er viel Spass gemacht und es wurde im Laufe der Woche noch viel besser.

Dienstag – Aline Birolini
Den Tag haben wir mit unserer Andacht in den zwei Gruppen gestartet. Gemeinsam haben wir uns darüber unterhalten, wie man Gott sehen, erkennen kann. Nach dem leckeren Frühstück sind wir direkt zur S-Bahn und damit in die Speicherstadt gefahren. Dort haben wir das Miniatur Wunderland besucht. Es war sehr interessant, vor allem zu sehen, wie viele Details und Einzelheiten die Künstler geschaffen hatten.
Das Highlight war dann, dass wir mit den Virual-Reality-Brillen eine Führung durch das Wunderland machen konnten. Wir standen also mitten im Land und konnten einen Teil der Ausstellung so anschauen. Das war echt toll und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Als wir jedoch die Brillen wieder absetzten, hatte man ein komisches Gefühl im Körper, weil die 3D Brillen unser Hirn etwas verwirrt hatten.  Anschliessend gingen wir zur Landungsbrücken und genossen über den Mittag die Sonne und ein Mitttagessen. Wir trafen uns wieder und gingen gemeinsam zur Seemannsmission. Dort erfuhren wir, was ein Seemann alles macht, wieviel er für seine harte Arbeit verdient, wie das Geschäft mit den grossen Containern auf den Schiffen läuft und welche wichtige Arbeit die Seemannsmission macht. Das war ein sehr spannender Nachmittag, an dem wir in eine andere Lebenswelt eintauchen konnten. Danach teilten wir uns auf, die einten gingen erschöpft ins Hotelzimmer, die anderen waren noch voller Energie und machten noch etwas Sightseeing.
Zum Abendessen trafen wir uns wieder und gingen gemeinsam Burger essen. Diese waren sehr lecker.

Mittwoch – Sophie Schwab
Wir alle hatten am Morgen zuerst für eine halbe Stunde etwas «Konf Unti». Dort haben wir jeden Tag einen anderen Vers aus der Bibel angeschaut. Dann gingen wir Frühstücken und wie jeden Tag bekamen wir mega schöne Frühstücksteller und wir konnten das immer genießen. Danach bekamen wir einen Foto Auftrag im Schanzenviertel. Wir mussten verschiedene Orte suchen und so viele Fotos wie möglich machen. Wir waren auch in einem kleinen süssen Café und machten dort mit Waffeln und Getränke eine Pause. Dort in der Nähe sind wir in ein Secondhandshop und mussten ein lustiges und kreatives Outfit zusammen stellen. Nach einer guten Stärkung gingen wir ins «Jesus Center». Dort besuchten wir einen umgebauten Bunker in einem Park und haben viel über das Schanzenviertel und seine Vergangenheit gelernt. In diesem Park findet sehr viel Drogen Handel und Konsum statt und dieser Bunker ist für die Kinder, Jugendlichen und Erwachsen im Jesus Center. Das Jesus Center hilft Obdachlosen, Flüchtlingen und eigentlich allen die Unterstützung brauchen egal bei was. Dort haben wir echt viel gelernt und konnten auch immer viele Fragen stellen. Danach durften wir im Schanzenviertel shoppen gehen. Dank dem schönen Wetter konnten wir es richtig genießen. Gegen den Abend gingen wir in ein türkisches Restaurant Abend essen. Es war wunderschöne Stimmung in dem Restaurant. Und das Essen war traumhaft. Nach dem tollen Essen gingen wir in einen «Escape Room». Es war zum Teil gruselig aber es blieb immer spannend. Leider konnten wir das Rätsel vom verstorbenen Papst nicht lösen es hat aber trotzdem viel Spass gemacht.

Donnerstag – Valentin Nussbaumer
Wie immer in diesem Konflager trafen wir uns auch heute um 7:30 in Kleingruppen um über Gott und den Glauben zu diskutieren und zu lernen. Nach einer guten halben Stunde in der Gruppe mit einem der Beiden Leiter des Konflager (Verena und Patrice) gingen wir im benachbarten italienischen Restaurant frühstücken. Uns wurde eine Platte wahlweise mit verschiedenen Fleisch und Käsevariationen, nur Käsevariationen oder veganen Käsevariationen serviert. Dazu gab es verschiedene Brote, Konfitüre und wahlweise ein warmes oder kaltes Getränk. Nach dem Frühstück trafen wir uns beim bei der U-Bahn-Station «Sternschanze» mit Christian Carstens, der in Hamburg Sülldorf in der Kirche tätig ist. Christians lud uns bereits am vergangenem Montag in seine Kirche auf einen Grillabend mit seinen Konf-Klassen ein. Wir fuhren mit der U-Bahn zu den Landungsbrücken, die sich am Hafen befinden. Mit der Fähre 62 nach «Finkenwerder» machten wir an diesem windigen Donnerstagmorgen eine kleine Hafenrundfahrt. Christian erzählte uns sehr viel über die Geschichte Hamburgs und Deutschland. Er erzählt viel über seine Vorfahren in Hamburg und ihre Geschichte. Über die Bombardierungen auf Hamburg im 2. Weltkrieg erzählte er ebenfalls sehr viel. Wir diskutierten auch über die Politik von Deutschland und Hamburg. Es war sehr spannend. Nach circa 1.Stunde war unsere Hafenrundfahrt zu Ende.
Als wir wieder auf festem Boden waren machten wir uns zum höchstem Gebäude Hamburgs, dem Michel auf. Wir entscheiden uns auf den Kirchturm vom Michelin zu gehen, zum Glück hatte er einen Lift. Als wir auf der Aussichtsplattform auf dem 132 Meter hohen Michel ankamen erblickten wir eine sehr Schöne Aussicht. Von da oben hatte man den Überblick über Hamburg. Früher suchten sogar die Feuerwehr Zentrale nach brennenden Häusern oben auf dem Michel. Danach schickten sie Feuerwehr Kräfte zu diesen Häusern. 1906 brannte dann der Michel und die Feuerwehr Zentrale mit den Mitarbeitern verbrannte selbst. Nach dem wir die vielen Treppenstufen des Michel hinter uns hatten besuchten wir den Gottesdienst des Michel. Wie waren von der eindrucksvollen Architektur des Michel überwältigt. Und die Orgel, derer Ton aus der Decke kam war ebenfalls sehr eindrucksvoll. In einem nahegelegenen Restaurant mit traditionellem Deutschem Essen assen wir Mittagessen. Danach führte Christian uns noch durch ein Quartier, wo die Hamburger der Mittel und Unter Schicht vor mehreren Hundert Jahren lebten. Kurz darauf verabschiedeten wir uns von ihm. Danach erhielten wir Freizeit und durften den Nachmittag in der Innenstatt in Gruppen verbringen. Um circa 16:30 trafen wir uns wieder mit den beiden Leitern, Verena und Patrice um mit ihnen zurück in unser Hotel im Schanzenviertel zu fahren. Nachdem wir noch circa 2. Stunden Freizeit in unseren Zimmern im Hotel hatten machten war Abendessen angesagt. Wir assen das Abendessen, wie auch am Mittag zuvor in einem Asiatischen Restaurant, welches nur wenige Meter von unserem Hotel entführt war. Für mich gab es, wie beim letzten Mal in diesem Restaurant sehr empfehlenswertes Sushi. Nachdem unsere Bäuche mit dem entzückendem essen gefüllt war entschied ein Teil der Konfgruppe in das Hotel zurückzukehren und der Rest inklusive mir entschied sich noch mit den Leitungspersonen etwas zu trinken zu gehen. Wir setzten uns in einem der nächsten Restaurants in tranken frierend unser Getränk. Und damit endete ein weiterer Tag in unserem Konflager. Und wir starteten in unseren letzten verdienten Schlaf in Hamburg.

Freitag – Sophie Wilhelm
Schon morgens um 7:00 Uhr mussten wir aufstehen, denn es war der letzte Tag in Hamburg. Gepackt haben wir schon am Vorabend, deshalb hiess es um 7:30- 8:30 Uhr zu frühstücken, Koffer holen und uns aus dem Hotel auschecken. Wir waren alle noch sehr müde und auch etwas betrübt, weil das Lager nun zu Ende war, jedoch stand uns noch eine letzte Führung der Hamburger Bahnhofsmission bevor. Wir kamen ca. um 9:20 Uhr am Hauptbahnhof an, wo wir zuerst unser Gepäck ablagerten und dann zum Container gingen, wo die Bahnhofsmission zurzeit ist. Schon als wir vor dem Container standen, sahen wir zwei bis drei Leute, die an der Wand angelehnt schliefen. Uns wurde sofort bewusst, dass es sich bei diesen Leuten um Obdachlose hielt, die den Schutz der Bahnhofsmission suchten, um sich etwas auszuruhen. Der Anblick war sehr bedrückend. Die Frau, die die Führung machte, kam zu uns und fing gleich an zu erzählen. Wir lernten, was die Aufgabe der Bahnhofsmission ist, nämlich Leuten, die in Not sind zu helfen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Obdachlose, die das erste Mal in so einer Situation stecken und nicht richtig wissen, was sie tun sollen. Viele der Leute sind betroffen von einer Drogensucht, denn dies ist auch heute noch ein Problem in der Gesellschaft. Die Bahnhofsmission bietet Abhängigen einen sicheren Platz an, wo sie unter hygienischen Umständen ihre Substanzen zu sich nehmen können, was sehr wichtig ist, denn so werden schwere Krankheiten verhindert. Weiter zeigte sie uns die Orte, wo die Obdachlosen meistens schlafen, duschen oder sich vor Kälte schützen können. Das, was uns am meisten beeindruckt hat, ist ein Zaun ausserhalb des Bahnhofs, zu dem Leute kommen, um den Obdachlosen Essen, Schuhe etc. hinzustellen. Auch dort befanden sich einige schlafende Personen. Die Führung dauerte ungefähr eine Stunde. Danach sind wir in ein Restaurant im Bahnhof gegangen und haben Schnitzel oder Burger gegessen. Schliesslich mussten wir jedoch auf den Zug Richtung Flughafen, wo wir unser Gepäck abgegeben haben, durch die Kontrolle gingen und am Gate auf unseren Flug warteten. Der Flug dauerte ungefähr 1h 30min. Am Flughafen Zürich angekommen, holten wir unser gepäck und nahmen den Zug Richtung Uetikon am See. Es war ungefähr 18:40 Uhr, als wir uns alle voneinander verabschiedeten und nach Hause gingen.

Fazit – Carmen Heilig
Also mir hat das Lager sehr Spass gemacht. Wir haben viele spassige Aktivitäten unternommen, von welchen meine Highlights eine Miniaturwelt mit den «Virtual Reality-Brillen» zu erkunden und den «Escape Room» versuchen zu lösen. Natürlich darf man das Shopping oder als wir eine andere Konfklasse kennenlernten auch nicht vergessen. Oder einfach das Erlebnis, Hamburg erkunden zu dürfen. Das ganze Lager war aber auch sehr lehrreich, da wir ausserdem noch drei Hilfeorganisationen besuchen waren. Zum einen die Seemannsmission, das Jesuszentrum und die Bahnhofsmission. Wir haben sehr viel eindrückliches, aber auch trauriges, erfahren über Seeleute, geflüchtete Kinder und Obdachlose an Bahnhöfen. Etwas was mich am meisten geschockt hat war, dass Seeleute manchmal bis zu 12 Monaten nahtlos am Stück ohne Ferien arbeiten. Mit wohlbemerkt zwei 6 Stunden Schichten am Tag und dass für 800 Dollar im Monat. Auch wenn man bedenkt, dass man auf dem Schiff fast kostenfrei lebt ist es immer noch nicht fair. Diese Seeleute sagen sogar von sich selbst, dass sie sich für ihre Familie "opfern", da sie das meiste Geld, welches sie verdienen, nach Hause schicken. Und das alles, damit wir hier schöne Kleider tragen können und die neuste Technik aus Asien verwenden können. Aber wir haben nicht nur trauriges gelernt. Das Jesuszentrum zum Beispiel hat einen alten Bunker umgebaut für geflüchtete Kinder, Kinder die keine Eltern mehr haben und alle anderen Kindern aus dem Viertel. Wir durften ihn sogar anschauen gehen. Von aussen ist das ganze Gebäude mit Graffiti verziert und zwei der Aussenwände sind jetzt Kletterwände. Im inneren gibt es auch noch eine Boulder-Wand, ein Chill-Raum mit gemütlichen Sofas, Musikräume und ein Gym. Es war sehr cool das Ganze anzuschauen und ich fand es sehr toll wie alles eingerichtet ist. Also alles in allem fand ich das Konflager mega cool, auch wenn die Stimmung manchmal etwas müde war. Aber nach den guten Essen war sie immer wieder oben.
Bereitgestellt: 12.05.2022     Besuche: 44 Monat 
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