Christin Kühn

Möchten Sie einen Besuch?

Bild Besuch (Foto: Christin Kühn)

«Von der Kirche hat mich schon lange niemand mehr besucht!»
oder
«Ich war drei Wochen im Krankenhaus und niemand hat mich besucht!»
Solche Sätze hören wir hin und wieder. Sowohl unser Pfarrer als auch die Sozialdiakonin möchten gerne die Kranken besuchen, die Trauernden trösten, die Einsamen wahrnehmen
– sie besuchen, ihnen zuhören, mit ihnen beten, das Abendmahl bringen oder einfach da sein.

Leider erleben manche Gemeindemitglieder, dass sie nicht besucht wurden, als sie zum Beispiel im Spital oder länger krank zu Hause waren. Oder sie wussten nicht wohin mit ihrer Trauer, keiner hat nachgefragt, wie es ihnen ging, als sie längere Zeit nicht mehr zu sehen waren. Das tut uns aufrichtig leid! Gerne möchten wir Ihnen hier erklären, warum solches immer mal wieder passiert:
Zum einen: Wir können nicht ahnen, wie es ihnen geht. Es ist unserem Team unmöglich, alles im Blick zu haben und wahrzunehmen, was im Privatleben unserer über 1900 Gemeindemitglieder passiert, wenn uns nicht jemand Nahestehendes informiert. Oftmals gelingt uns eine Nachfrage über Bekannte oder Familienmitglieder, oftmals aber auch nicht.
Zum anderen: Der Datenschutz ermöglicht es uns nicht. Es dürfen heutzutage keine Informationen über Patienten die Krankenhäuser verlassen. Früher erhielten die Kirchgemeinden Listen der erkrankten Gemeindemitglieder von den Spitälern der Region.
Nur auf ausdrücklichen Wunsch einer Patientin oder eines Patienten darf zum Beispiel die Spitalseelsorge Männedorf unseren Pfarrer kontaktieren. Aber wer weiss das schon? Wer denkt beim Spitaleintritt daran, ausdrücklich Besuch zu wünschen? Deshalb ist es wichtig, dass Sie dies wissen und es auch weiter erzählen! Es ist wichtig, dass Sie uns benachrichtigen, wenn Ihnen oder jemandem der Ihnen nahesteht ein Spitalaufenthalt
bevorsteht, wenn Sie zu Hause krank sind und einen Besuch wünschen. Wir besuchen Kranke gerne, wenn wir von ihnen wissen! Dasselbe gilt natürlich auch für andere Belange des Lebens: Jemand sucht Anschluss an die Gemeinde, es geht jemandem schlecht und er oder sie braucht jemanden zum Reden, jemand hat Fragen, die den Glauben betreffen, jemand ist alleine und wünscht sich Besuch, jemand braucht Unterstützung im Alltag oder die Trauer im Leben zu gross ist.

Wir sind gerne da für Sie, sind aber darauf angewiesen, dass Sie uns kontaktieren und informieren. Weisen Sie uns auch gerne darauf hin, dass es beispielsweise der Nachbarin nicht gut geht, oder wenn jemand im Bekanntenkreis ins Krankenhaus muss, oder ein Umzug ins Altersheim bevorsteht. Melden Sie sich selbst, wenn Sie ein Anliegen haben, per Email oder per Telefon, kommen Sie am Sonntag zum Gottesdienst und sprechen Sie uns an, oder kommen Sie einfach vorbei. Jeweils am Freitagnachmittag zwischen 14.00 bis 15.00 Uhr, steht die Tür unserer Sozialdiakonin für Erwachsene, Dorothee Nadler, für Sie offen im «Backstein» an der Bergstrasse 107, wenn es heisst «Wir sind da».

Kontakt für Besuche:


Pfarrer Jürg Kaufmann:
Tel. 044 920 00 50 oder
Mobile 079 869 07 17 sowie Email:
juerg.kaufmann@ref-uetikon.ch

Sozialdiakonin Dorothee Nadler:
Tel. 077 482 45 40 oder Email:
dorothee.nadler@ref-uetikon.ch

Pfr. Jürg Kaufmann
Dorothee Nadler, Sozialdiakon

Bereitgestellt: 14.12.2022     Besuche: 20 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch